In gewissem Sinne ist Indien maßlos. Indien ist schier unermesslich groß, unglaublich vielfältig und aus westlicher Sicht vermutlich unergründlich. Und Indien braucht Spenden – und zwar für unvorstellbar viele Menschen, die ohne konkrete Hilfe kaum über die Runden kommen. Rund 1,4 Milliarden Einwohner zählt dieser südasiatische Staat, der bald China als bevölkerungsreichstes Land ablösen wird.

Diese Internetseite berichtet, warum die Menschen in Indien Spenden benötigen, und wofür. Wie fast überall auf der Welt ist es die Armut, die viele Inder zu Spendenempfängern macht: Die Schulden der Bauern, die sich mit den geringen Erlösen nicht abtragen lassen, die Ausweglosigkeit der Elendsviertel, die oft prekäre Lage von Kindern und Frauen. Die britische Kolonialherrschaft hat ebenso tiefe Spuren in dem Land hinterlassen wie das traditionelle, im Westen besonders heftig kritisierte Kastenwesen.

Das Anliegen von spenden-indien.de

Diese Seite will für die Problemlagen Indiens sensibilisieren und will interessierten Spendern Ratschläge geben, wie sie am besten helfen können. Wir maßen uns allerdings nicht an, allzu konkrete Empfehlungen auszusprechen, denn hinter jedem Spendenwunsch stehen andere individuelle Prioritäten. Wichtig ist, im Rahmen der verfügbaren Fakten eine sinnvolle Entscheidung zu treffen, die nicht nur den Empfängern hilft, sondern auch den Werten und Ansichten des Spenders entspricht.

In diesem Sinne: Indien braucht Ihre Hilfe!

Indien-Karte mit einem Überblick über den Subkontinent. Im Norden die Ganges-Ebene und das Himalaya.
Karte von Indien – Quelle: OpenStreetMap

Kurz gefasst: wichtige Probleme Indiens

  • Neben einer dünnen Oberschicht und einen ausgeprägten Mittelschicht gibt es über 900 Millionen arme Inder. Bei diesen Menschen kommt das indische Wirtschaftswachstum nicht an.
  • Besonders arm ist die Landbevölkerung, deren Felder oft zu klein sind um rentabel zu sein. Daher wandern viele Menschen in die Großstädte ab, wo aber normalerweise in den Slums Endstation ist.
  • Die Kindersterblichkeit ist erschreckend hoch. Aber auch im späteren Leben erwartet viele Kinder keine Schulbildung, sondern Kinderarbeit auf Feldern und in Fabriken.
  • Mädchen und Frauen haben es besonders schwer. Sie bekommen seltener Zugang zu Bildung und werden gesellschaftlich wenig wertgeschätzt.
  • Zwar sind in Indien Benachteiligungen von Menschen „niederer Kasten“ verboten, allerdings steht die Gleichheit oft nur auf dem Papier. Problematisch erscheint auch die Politik von Premierminister Narendra Modi, die offenbar Hindus gegenüber anderen Religionsgruppen bevorzugt.
  • Die Coronakrise trifft vor allem arme Bevölkerungsgruppen sehr hart. Ausgangssperren und andere Maßnahmen zum Infektionsschutz beschneiden die ohnehin kargen Arbeitseinkommen.
  • Bei Naturkatastrophen (wie Wirbelstürmen, Erdbeben oder Dürren) kann die angespannte Versorgungslage schnell eskalieren. Vor allem die Gefahr von heftigen Monsun-Überschwemmungen ist ständig präsent, erfordert Spenden und schnelle Hilfe.